Borreliose

Bei der Borreliose handelt sich um eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie kann in seltenen Fällen zu einer ernsten Erkrankung führen.

Erreger
Es gibt verschiedene Bakterienstämme von Borrelien. Der für den Hund krankmachende Stamm heisst Borrelia burgdorferi.

Verbreitung
Borrelia burgdorferi kommt in Europa zu ca. 10% vor. In Nordamerika nahezu zu 100%.

Übertragung
Die Borreliose wird durch Zecken übertragen, konkret durch den sogenannten Holzbock (Ixodes ricinus). Als Erregerreservoir gelten Waldsäugetiere und Vögel.
Zeckenlarven können die Bakterien bei einer Blutmahlzeit aufnehmen und sie bei der nächsten bereits weiterverbreiten. Damit eine Übertragung stattfinden kann, muss die Zecke mind. 24 Stunden am Tier festgebissen sein.
Je nach Gebiet sind bis zu 75% der Zecken mit Borrelien infiziert.

Symptome
Die Symptome können sehr vielseitig sein. Es wird beschrieben, dass ca. 5% der infizierten Hunde klinische Symptome entwickeln.
Zu Beginn wird Fieber bis 40.5°C, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit beobachtet. Danach folgt eine mehrwöchige bis mehrmonatige Phase ohne Symptome. Anschliessend kann für ein paar Tage eine Lahmheit auftreten, die ohne Behandlung wieder verschwindet. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden.

Diagnostik
Anhand der klinischen Symptome kann eine Verdachtsdiagnose gestellt werden. Mit einem Blutuntersuch kann man versuchen Antikörper nachzuweisen. Die Interpretation des Resultates gestaltet sich schwer, da die gleichen Antikörper auch bei nicht krankmachenden Borrelien und bei anderen Bakterien dieser Art vorkommen.

Therapie
Hat ein Hund klinische Symptome und einen positiven Erregernachweis, kann der Tierarzt eine Antibiotikatherapie für 2-3 Wochen verordnen. Tritt nach einer Woche keine Besserung auf, muss das Vorgehen überprüft werden.

Prophylaxe
Meiden Sie die Risikogebiete, in denen der Erreger vorkommt. Schützen Sie Ihr Tier vor Zecken. Suchen Sie Ihr Tier regelmässig nach Zecken ab.